Karaoke


Geschichte

 

Karaoke kommt aus Japan (jap. カラオケ). Übersetzt bedeutet es "leeres Orchester".

 

Erfunden wurde es von Daisuke Inoue, welcher 1971 eine erste Karaoke-Maschine baute. Jedoch liess er seine Erfindung nicht patentieren, weshalb er praktisch nichts daran verdiente.

 

In Europa erfreut sich das Karaoke seit den 90er-Jahren steigender Beliebtheit. Verschiedene Casting-Formate wie Deutschland sucht den Superstar oder The Voice of Germany führten dazu, dass dieser Karaoke-Boom weiterhin anhält.

 


WIE FUNKTIONIERT KARAOKE?

Karaoke gibt es in verschiedenen Formen. In Japan mietet man sich mit Freunden einen Raum mit eigener Karaoke-Anlage. In Europa ist es hingegen üblich, dass man in einer Bar vor wildfremden Leuten singt (und sich manchmal auch blamiert).

 

Die technischen Voraussetzungen sind prinzipiell die gleichen. Beim Karaoke benötigt man Boxen, Bildschirm und Mikrophon. Es ertönt ein Instrumental-Playback. Gleichzeitig erscheint auf dem Bildschirm der Text, den man singen sollte.

 

Für Karaoke-Playbacks gibt es verschiedene Formate:

  • CD+G: Karaoke-CDs. Das "+G" bezieht sich auf den Text. Spezielle CD-Player lesen gleichzeitig Musik und Text und lassen beides parallel laufen.
  • MP3+G: Das gleiche wie CD+G, aber als MP3-File auf dem Computer. Hierzu benötigt es spezielle Karaoke-Softwares.
  • KAR: Midi-Format, dementsprechend kleine Dateien, aber schlechte Sound-Qualität. Auch hier läuft parallel der Text mit und es benötigt spezielle Karaoke-Softwares.
  • Laserdisc: Älteres Format, nicht weit verbreitet. Die Laser-Disc erinnert an eine CD in der Grösse einer LP. Dementsprechend werden spezielle Laserdisc-Player benötigt. Als Rarität aus den 1990er-Jahren und aufgrund der teils trashigen deutschen Karaoke-Playbacks geniesst die Laserdisc heutzutage Kult-Status.
  • VCD und DVD: Video-CD und DVD. Kann von handelsüblichen DVD-Playern gelesen werden.
  • Digitale Video-Formate (AVI, DIVX, MP4...): Video-Formate, welche sowohl von speziellen Karaoke-Softwares als auch von normalen Video-Playern gelesen werden können.